Gemeindechronik

Vor der Gemeindegründung (1982-1986)

Im Jahre 1982 zogen wir mit der ganzen Familie nach Schlangen, um hier am Ort ein Taxiunternehmen zu führen. Da uns klar war, dass wir als gläubige Christen nicht alleine für uns bleiben wollten, beteten wir regelmäßig dafür, dass Menschen in Schlangen zum Glauben fänden und so eine neue Christen-Gemeinde entstünde. Nun ist es Gottes Sache, in großartiger Weise auf die Gebete kleiner Leute zu reagieren.

Nach eingehender Beratung beschlossen wir gemeinsam mit Isaak Penner,  mit einem Bibelgesprächskreis in unserem Haus zu beginnen. Eine Meinungsumfrage von Haus zu Haus half uns, die Schlänger und deren Denkweise bezüglich des Glaubens kennen zu lernen. Bei der Gelegenheit luden wir sie ein, an dem Bibelgesprächskreis in unserem Wohnzimmer teilzunehmen. Hierfür hatten wir viele Helfer aus der freikirchlichen Detmolder Gemeinde, die uns auch über einen langen Zeitraum in Fürbitte und Motivation unterstützten.
Doch wir wollten die Rettung durch Jesus Christus nicht für uns allein behalten. Dazu mussten wir Gottes Wort weitergeben. 1985 organisierten wir deshalb unsere erste Zelt-Evangelisation mit dem Prediger Paul Meier – auf einer freien Wiese Am Tiwitt. Allabendlich füllte sich das Zelt mit ungefähr 50 – 60 Besucher, teilweise Gläubige aus der ansässigen Landeskirche. Wer erahnt unsere Ermutigung, als wir hörten, dass diese jahrelang für eine Evangelisation in Schlangen gebetet hatten? Ein Besucher bekehrte sich zu Jesus Christus und kam von da an neben vier weiteren Personen regelmäßig zu unserem Bibelgesprächskreis.
Nun ist Gott nicht nur unser Retter, sondern auch der Schöpfer aller Dinge. In diesem Bewusstsein organisierten wir 1986 zwei Filmabende in der Aula der Hauptschule Schlangen. In dem Film wurde deutlich gezeigt, dass Wissenschaft und Glauben sich nicht ausschließen: Hier galt es, Gott zu bestaunen. Nahezu 50 Besucher begrüßten wir zu den Aufführungen.

Unser Wohnzimmer war inzwischen zu klein und größere Räumlichkeiten waren notwendig. Erstmals mieteten wir Versammlungsräume im Dedinghauser Weg 8 an. Inzwischen trafen sich an jedem Sonntag zwischen 40 – 50 Personen zum Gottesdienst. Und die Zeit war reif für die Gründung einer biblischen Gemeinde.

Ein Bericht von Eduard & Lena Römmich

 

Dedinghauser Weg 8 (1987-1990)

Gemeindegründung der Evangeliums-Christengemeinde Schlangen

Nachdem die räumlichen Kapazitäten des Wohnzimmers der Familie Römmich erschöpft waren, wichen wir auf die angemieteten Räume am Dedinghauser Weg 8 aus. Ab Februar 1987 trafen wir uns dort zum gemeinsamen Bibellesen und Gebet. Mitte Mai blieben die Türen des Treffs Dedinghauser Weg 8 allerdings geschlossen: Es ging auf eine Freizeit zum Thema „biblische Gemeinde“ nach Willingen. Die dort gewonnenen Erkenntnisse setzten wir auch gleich um: Am 7. Juni ließen sich acht Menschen auf das Bekenntnis ihres Glaubens an Jesus Christus taufen. Anschließend gründeten wir mit einem Festgottesdienst in der Kohlstädter Strothetalhalle die Evangeliums-Christengemeinde Schlangen. Diese zählte damals 25 Mitglieder.

Auch die „Christustage 1989“ bleiben unvergessen. Bis heute staunen wir, wie es möglich war, dass wir als kleine Gemeinde die Arbeit einer solch großen Veranstaltung bewältigen konnten. Gott ist treu, ihm verdanken wir Motivation, Kraft und das Gelingen.

Dankbar schauen wir auf die vergangenen Jahre zurück, in denen Gott uns seine Liebe und Fürsorge geschenkt hat.

Ein Bericht von Erich & Antonia Schulz

 

Badstraße 1 (1990-1995)

Die Gemeindejahre in der Badstraße von 1990 bis 1995 waren sehr ereignisreich. In den ersten beiden Jahren bildeten wir einen sechsköpfigen Gemeindevorstand. Es galt, wichtige Fragen des Gemeindelebens zu erörtern. Zudem wollten wir einen biblischen Leiterkreis bilden, der aus sogen. Ältesten (Pastoren) und Diakonen bestehen sollte. Wir setzten drei Älteste und drei Diakone in ihr Amt ein. Die Hauptverantwortung der Gemeinde war ab dem Zeitpunkt nun ganz offiziell verteilt. Aufgrund des kontinuierlichen Wachstums unserer Gemeinde reichten auch bald die die Räumlichkeiten in der Badstraße nicht mehr aus. Vorübergehend durften wir unsere Gottesdienste zwar im Bürgerhaus abhalten – doch war ein zweiter Umzug notwendig geworden.

Ein Bericht von Ralf Lobback

 

Paderborner Straße 72 (1995-2002)

Der extreme Platzmangel in der Badstraße führte zu einer intensiven Suche nach größeren Räumlichkeiten. In der Paderborner Str. 72 (ehemals Möbel Plöger) wurden wir schließlich fündig. Dabei erlebten eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt, dem Bauamt sowie der Volksbank in Schlangen. Dankbar schauen wir auch auf eine gute Beziehung zum damaligen Bürgermeister Friedel Heuwinkel zurück. Nach einer sechsmonatigen Umbauphase weihten wir die Räume 1995 beim Erntedankfest ein. Ab dem Zeitpunkt hatten wir einen Saal, in dem 200 Gottesdienstbesucher Platz finden konnten. Während der nächsten Jahre wuchs die Anzahl der Mitglieder stetig. Auch die Arbeit wurde zunehmend umfangreicher. Kinder-, Jungschar- und Teeny-Veranstaltungen waren inzwischen selbstverständlich. Diese führten ehrenamtlich tätige Mitarbeiter wöchentlich durch. Im Sommer 1999 mieteten wir einen weiteren Nebenraum an. Diesen bauten wir für die geplante „Tanke“- Arbeit um. In diesem Jugendtreff begegneten sich Jugendliche aus der Gemeinde regelmäßig mehrmals wöchentlich – aber auch deren Freunde und andere Jugendliche aus dem Ort kamen zum Billard-, Kicker- oder Dartspielen. Alle paar Monate gestalteten die „Tanke“-Mitarbeiter verschiedene Events: Sommer-Partys, Filmabende, Themenvorträge oder Gesangsabende. Wir blicken auf eine von Gott gesegnete Zeit zurück, in der Er uns Einigkeit und Frieden untereinander schenkte.

Ein Bericht von Johannes & Nadja Siemens

 

Schützenstraße 35 (2002-heute)

Mit der Zeit war die Mitgliederzahl bereits auf 110 angewachsen. Und wieder waren die räumlichen Kapazitäten nahezu erschöpft: Der Versammlungsraum war prall gefüllt. Hinsichtlich eines erneuten Umzuges keimten die ersten Überlegungen auf, Eigentum zu erwerben. Da die Finanzierung unserer Gemeinde ausschließlich aus Spendenmitteln besteht, war eine solche Anschaffung schon ein Wagnis. Die Beantwortung der Frage „Ist dies Gottes Wille für uns?“ gab den Ausschlag für unsere Entscheidung, das geeignete Objekt in der Schützenstraße zu erwerben. Und wir durften an den günstigen Fügungen und dem Gelingen merken, dass unser Herr uns in dieser Angelegenheit seine Zustimmung schenkte. „Schwerter zu Pflugscharen“- dieser bekannte Gedanke aus der Bibel (Micha 4,3) kommt so Manchem in den Sinn, wenn er heute hört, welchem Zweck unser Gebäude früher einmal gedient hatte: Aus einer ehemaligen Panzerwerkstatt entstand ein Gotteshaus! Am 30. Juni 2002 feierten wir nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts unseren ersten Gottesdienst in den eigenen Räumlichkeiten – und zwar im Feiersaal. Auch unser Jugendtreff, die „Tanke“ sowie alle Gruppenräume waren bereits fertig gestellt. Im Frühjahr 2005 war es endlich soweit: Unser Versammlungsraum war nach weiterer mühevoller Arbeit endlich fertiggestellt. Jetzt es war an der Zeit, zu feiern! Für den 18. Juni 2005 organisierten wir deshalb den Tag der offenen Tür. Jeden Schlänger und alle anderen Interessierten luden wir ein, unsere Gemeinde und das neue Gemeindehaus kennen zu lernen und an unserer Freude Teil zu haben. Zudem taten wir am darauf folgenden Wochenende unseren Dank Gott gegenüber in besonderer Weise kund – durch einen Gottesdienst am Tag der Einweihung, dem 26. Juni 2005. Nun richteten sich unsere Bemühungen wieder vor allem auf den geistlichen Gemeindebau. Wir organisierten neue Hausreise. In Gruppenstärken von 10 – 15 Personen pro Hauskreis war die ganze Gemeinde aufgeteilt worden, um gemeinsam die Inhalte der Bibel zu ergründen und persönlich am Leben des Anderen Teil zu haben. Gäste waren und sind an diesen 14tägigen Treffen am Mittwoch stets willkommen! Großveranstaltungen, an denen wir mitgewirkt hatten, waren unter anderem die „Tage der Hoffnung“ 2004 und 2007, die in der Schützenhalle Paderborn stattfanden. Allein auf Schlangen ausgerichtet war dagegen die TeenZone 2005. Teens zwischen 10 und 14 Jahren erlebten in diesem Camp während der Sommerferien gesegnete Tage. Wegen des sehr guten Anklangs wiederholten wir die Veranstaltung in den folgenden Jahren und erweiterten sie sogar von 3 auf 4 Tage. „Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“ In Gottes Gemeinde soll es keine Arbeitslosigkeit geben und jeder darf Aufgaben haben, um an Seinem Plan mit zu wirken. Ich freue mich, dies gemeinsam mit meinen Glaubensgeschwistern tun zu können und ich bin gespannt, welche Segnungen der Herr in Zukunft für Schlangen bereithält.
In diesem Sinne bleibt die „Schützenstraße 35“ ein offenes Kapitel…

Ein Bericht von Eduard Janzen

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